Besuch bei der Partnerkapelle Langenau (Deutschland) 22.-25.Juli 2010 Drucken E-Mail

Besuch in LangenauVom 22.7. bis 25.7.2010 unternahm der AMV anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Freundschaft zwischen dem Musikverein Langenau und dem AMV-Neufeld eine Reise nach Deutschland zu seiner Partnerkapelle "Musikverein Langenau".
Der Musikverein Langenau war zum Jubiläumsfest (60 Jahre AMV-Neufeld) des AMV im Jahr 2007 zu Besuch bei uns und hat auf unserem Fest sein musikalisches Können unter Beweis gestellt. Nun wurde der AMV zu einem Gegenbesuch in Deutschland eingeladen, um am Samstag bei einem Festumzug durch die Stadt Langenau mit zu marschiern und danach am Festplatz bei einem Dämmerschoppen das Publikum zu unterhalten. Am nachfolgenden Sonntag durften wir dann noch das Publikum bei einem Konzert für symphonische Blasmusik in einem idyllischen Park - "in der Wörth" von unserem musikalischen Können überzeugen.
Wir ALLE möchten uns hiermit nochmals für den herzlichen Empfang und die liebevolle Betreuung bei allen unseren Musikerkollegen aus Langenau bedanken !!! Es war ein wunderschönes Wochenende!

Um Ihnen die Eindrücke dieses für uns arbeitsreichen, aber wunderschönen Wochenendes näher zu bringen, haben wir hier einen Reisebericht verfasst:


Die Anreise (Donnerstag, 22.Juli/Freitag, 23. Juli 2010):

Abreise nach LangenauAm Donnerstag, den 22. Juli 2010 traf sich um 22:30 Uhr der Großteil der Musiker des AMV (leider konnten nicht alle mitfahren, denn es ist Urlaubszeit) und eine kleine Delegation der Stadtgemeinde Neufeld/L. (der für das Vereinswesen zuständige Stadtrat Thomas Linsmeier mit seine Gattin Gemeinderätin Angelika Linsmeier) am Parkplatz vor dem Musikheim.

Nachdem die Instrumente und das Gepäck im Bus verstaut waren, überprüfte Sepp (unser Obmann Josef Habersak) die Gruppe auf Vollständigkeit, begrüßte uns und dann ging es um 23:10 Uhr ab nach Langenau in Deutschland (nahe Ulm).

Einige nutzten die Fahrt um den Versuch zu starten, etwas zu schlafen, was sich allerdings als sehr schwierig herausstellte. Die Stimmung war ausgelassen und im mittleren Teil des Busses verstanden es die Musiker sich köstlich zu unterhalten und den Geburtstag von Jugendleiterin Christina Wallner zu feiern. Es wurde viel gesungen und gelacht und so wurde es etwas schwierig mit dem Schlafen. Auch die Jugend (die übrigens das ganze Wochenende hervorragend von Elke Edler und Renate Placek betreut wurden) kam nicht wirklich zur Ruhe. Die Pausen wurden genutzt um sich die Beine zu vertreten, seinen Flüssigkeitshaushalt zu regulieren und auch um das Tanzbein zu schwingen. Somit stand uns allen bei der Ankunft in der Raststation Seligweiler nahe Ulm (um 7:00 Uhr) die Müdigkeit wahrlich ins Gesicht geschrieben.

Zu bemerken wäre noch, dass es diesmal nicht nur einen Paparazzi gab, der unser ganzes Tun für die Nachwelt festhält, sondern gleich mehrere. Vor allem „Csiperl“ machte sich ganz eifrig ans Werk um zu fotografieren!

 

Der 1. Tag - Kultur und Kameradschaft (Freitag, 23. Juli 2010):

Stadtführung in UlmDas Frühstücksbuffet in der Raststation Seligweiler war hervorragend und jeder konnte sich nach Lust und Laune bedienen und sich auch stärken – wofür auch immer!

Nachdem Walter vom MV Langenau zu uns gestoßen ist, machten wir uns auf den Weg nach Ulm (9:00 Uhr), um uns kulturell weiter zu bilden und an einer Stadtführung durch Ulm teilzunehmen. Gabi - unsere Stadtführerin (sie spielt übrigens Tenorhorn) - schaffte es, uns in einer guten Stunde einiges von der Stadt zu zeigen und VIELES zu erzählen, denn es sprudelte nur so aus ihr heraus. Danke Gabi - es war sehr kurzweilig und interessant!

Nach Beendigung der Führung, hatten wir bis 13:00 Uhr noch Zeit zur freien Verfügung, die von jedem ganz unterschiedlich genutzt wurde (Kaffeehaus, Shoppen, Besichtigung des Ulmer Münster und Besteigung des 168m hohen Turmes, ...).

Um 13:15 Uhr holte uns dann ein in Langenau ansässiges Busunternehmen (Taxi- und Busunternehmen RIEDEL) ab, und wir wurden in unser Quartier - dem Gasthaus/Hotel "zur Linde" in Langenau - gebracht, wo wir uns direkt in den Speisesaal begaben und das Mittagessen einnahmen.

Danach wurden die Zimmerschlüssel verteilt, das Gepäck (bei mittlerweilen strömenden Regen) aus dem Bus geholt, die Zimmer bezogen um dann ENDLICH zur Ruhe kommen zu können.

Es wurde schön langsam immer ruhiger im Haus, bis wir uns um 18:30 Uhr wieder an der Reception des Hotels trafen. Soweit als möglich erholt (ja der Eine mehr, der Andere weniger), wollten wir gemeinsam zum Kameradschaftsabend mit dem MV Langenau im dortigen Musikheim gehen, doch der Regen veranlasste unsere Kollegen aus Langenau spontan einen "Musiker-Shuttle" einzurichten und wir wurden bei strömenden Regen von Musikern abgeholt und mit deren Privatautos zum Musikheim gebracht.
KameradschaftsabendDort angekommen, warteten wir alle zusammen und alle, wirklich alle, bekamen ein Namenschild, um uns das Kontaktknüpfen zu erleichtern.
Als wir dann das Musikheim betraten wurden wir von den Langenauern mit einigen musikalischen Stücken uns zu Ehren empfangen.

Nach einleitenden Worten des 1.Vorstandes des MV Langenau - Jürgen Baur - wurden die Vorstände der beiden Vereine (und die Delegation der Gemeindeführung) einander vorgestellt. Anschließend überreichten die Langenauer ihr Gastgeschenk zum 50jährigen Bestehen der Freundschaft- einen riesengroßen schwarzen Schirm mit der Aufschrift: „50 Jahre Musik macht Freu(n)de Musikverein Langenau-AMV Neufeld“ - an JEDEN Musiker des AMV.

Wir waren voll begeistert und freuten uns riesig!

Unser Obmann bedankte sich im namen aller recht herzlich und teilte den Musikern von Langenau mit, dass wir natürlich auch ein Geschenk mitgebracht haben! Dieses würde aber erst morgen beim Dämmerschoppen am Festplatz überreicht werden, was für erstaunte und neugierige Gesichter sorgte! Nach dieser gelungene Überraschung ging es gleich mit dem Unterhaltungsprogramm weiter: Eine Karaoke - Show stand auf dem Programm!
KameradschaftsabendUns stand die Begeisterung wahrlich ins Gesicht geschrieben! Den Anfang machten unser Obmann Sepp Habersak mit der tatkräftigen Unterstützung von Kapellmeister Richard Hirschler mit dem Lied „Ein Bett im Kornfeld“. Nach diesem fulminanten Auftritt fielen die Hemmungen und es ging Schlag auf Schlag und es wurden Langenauer und Neufelder zu Duetten, Trios oder gar Quartetten vereint um die stimmlichen Belastungen der Sänger und die Belastbarkeit der Zuhörer zu testen. Mit sehr viel Spaß und der Unterstützung des stimmlich lauten Publikums hatten alle sehr, sehr viel Spaß an diesem Unterhaltungsprogramm.

Nach der Karaoke-Show spielte eine Delegation des AMVs eine“ böhmische Partie“, die von einigen Kollegen aus Langenau mit ihren Instrumenten unterstützt wurde.

Die Stimmung war bombig und der Abend war von beiden Seiten aus ein voller Erfolg!

Ein Hoch auf die Musik!

 

Der 2. Tag - Der Festumzug / Dämmerschoppen (Samstag, 24 Juli 2010):

Ständchen für den WirtAm zweiten Tag unseres Besuches in Langenau ging es mit unserem Programm eigentlich erst richtig los.
Das Frühstück war ausgiebig und diente der Energiegewinnung für den Tag. Anschließend hatten wir noch genügend Zeit uns für unseren langen Marsch (Beginn um 13:00 Uhr) fertig zu machen.

Doch bevor wir abmaschierten spielten wir noch für unseren Hausherrn vom Gasthof "zur Linde" im Hof den „Wirtsmarsch“. Dieser freute sich sichtlich riesig darüber und versorgte uns im Gegenzug gleich mit Getränken.
Schließlich gingen wir im beginnenden Regen zum Treffpunkt für den Festumzug, wo wir auf 3 weitere Gastkapellen (beide aus nahen Orten) trafen. Wir waren dabei also die einzige österreichische, ja burgenländische Kapelle (wir wurden immer lieb "unsere Gäste aus dem Burgenland" genannt).

Umzug in LangenauDer Umzug fand anlässlich eines jährlich stattfindenden Kinderfestes statt und wurde von den Kindern (Schulen) des Ortes gestaltet. Er findet immer unter einem bestimmten Motto statt, und die Kinder überlegen sich für diese Veranstaltung immer besondere Kostüme. Dabei zieht dann der ganze Umzug durch die Stadt zum Festplatz (Marschdauer ca. 45 min) und die Bevölkerung säumt die beiden Seiten der Strasse.

Auf dem Festplatz gab es reichlich Zelte, die für die Versorgung der Gäste zuständig waren, eine Bühne und einen kleinen Vergnügungspark. Das Wetter war an diesem Tag bisher nicht auf unserer Seite (während des Umzuges regnete es teilweise) und während wir noch auf unseren Auftritt auf der Bühne bei einem Konzert von einem Akkordeonorchester warteten, wurden wir von einem Platzregen überrascht und mussten uns zum Akkordeonorchester auf die Bühne flüchten und uns mit unseren Instrumenten unterstellen. Mit unserem Gesang unterstützten wir sie dann bei diesem Konzert tatkräftig und lösten sie schließlich um 16.00 Uhr auf der Bühne ab. Auch dem Publikum hatte der starke Regen nichts anhaben können. Mit Regenschirm und Regenjacke gerüstet, blieben die Zuschauerbänke voll.

Kaum hatten wir zu spielen begonnen, verzogen sich plötzlich die Wolken und sogar die Sonne kam noch heraus! Diesen Umstand kommentierte Jürgen (der Vorstand des MV Langenau) bei seiner einleitenden Rede sogar mit den Worten: "Wenn ihr zu spielen beginnt, dann beginnt die Sonne zu scheinen!" - was gut tat, denn bis jetzt hörten wir bei dem Regen immer nur den Satz: "Habt ihr das Wetter mitgebracht?" - NEIN, das Wetter hatten wir mitgebracht SmileWink! Nach den einleitenden Worten vom Oberbürgermeister von Langenau - Wolfgang Mangold - und vom Stadtrat Thomas Linsmeier aus Neufeld/L. begannen wir dann mit unserer Spielerei. Wir untehielten bis 18:30 Uhr mit Marsch, Polka und moderneren Stücken, die wir zum Besten gaben das sichtlich begeisterte Publikum. Durch das Programm führte mit erklärenden Worten unser Franz Abseher.

Übergabe "Neufeld grüßt Langenau"Vor der kurzen Pause übergab dann unser Obmann Josef Habersak unser Gastgeschenk an den Musikverein Langenau:
Den eigens für diesen Anlass von Hans Hausl komponierten Marsch „Neufeld grüßt Langenau“, sowie eine 5l Flasche burgenländischen Rotwein mit einer speziellen Widmung auf der Flasche!
Die Musiker unserer Partnerkapelle freuten sich sehr. Der Vereinspräsident Jürgen Baur zeigte sich dankbar und lud "seine" Kapellen - die Stadtkapelle Langenau und die Langenauer Schwäble zum gemeinsamen Spielen des Marsches am nächsten Tag nach unserem Konzert ein.

Im Anschluss an unseren Auftritt sorgte noch eine weitere Band mit Tanzmusik und Showacts für Unterhaltung am Fest und wir konnten uns bei Essen und Trinken stärken.
Während die "Älteren" den Abend gemeinsam auf dem Fest ausklingen ließen, fuhr die "Jugend" mit den Betreuerinnen und einigen Musikern zurück zum Hotel, wo auch dieser Tag bei einem gemütlichen Beisammensein im Garten unseres Hotels seinen Ausklang fand.

 

Der 3. Tag - Das Konzert (Sonntag, 25. Juli 2010):

Nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigen und kräftigenden Frühstück fuhren wir mit dem Bus „in die Wörth“ - ein kleiner idyllischen Park in Langenau. Dort angekommen, waren unsere Musikkollegen von Langenau schon vor Ort mit den Vorarbeiten (Sitzbänke aufstellen, Schalgzeug und Pauken aufstellen, ein kleines Getränkebuffet herrichten) beschäftigt und nahmen uns gewohnt herzlich in Empfang.

Konzert im ParkDer Park bot uns eine wirklich schöne und angenehme Kulisse und vor dem wirklich zahlreich erschienenen Publikum spielten wir unser Konzertprogramm. Dies bestand aus anspruchsvollen Stücken für Symphonische Blasmusik aus diversen Kinofilmen. Für die verbale Umrahmung und Gestaltung sorgte in alter Manier unser Dr. Christian Glanz, der dem Publikum die Stücke und deren Geschichte näher brachte.

Zum Abschluss gab es für das Publikum noch eine Überraschung:

Das von uns an die Musikkapelle Langenau überreichte Gastgeschenk, der eigens von Johann Hausl komponierte Marsch „Neufeld grüßt Langenau“, wurde gemeinsam mit den MusikerInnen der Stadtkapelle Langenau und den Langenauern Schwäble (Jugenmusikkapelle Langenau) gespielt.

Dies bot den Zuhörern nicht nur einen musikalischen Genuss als Abschluss, sondern auch ein fulminantes Bild!


Die Heimreise (Sonntag, 25. Juli 2010):

Abschied vom MV LangenauWie leider alle schönen Dinge, so hat auch dieses Gastspiel ein Ende!

Nach dem Konzert verabschiedeten wir uns von unseren FREUNDEN aus Langenau und wurden noch von einer Delegation zum Bus begleitet und sogar mit der Laola-Welle verabschiedet!

Danach fuhren wir zurück in den Gasthof "zur Linde", packten unser Sachen zusammen, zogen uns um und machten uns nach einer sehr herzlichen Verabschiedung durch die "Wirtsleut" auf den Heimweg. Doch vor der langen Fahrt blieben wir nochmals bei der Raststation Seligweiler stehen und nahmen dort noch unser Mittagessen zu uns.

Um 15:00 Uhr war dann dort die Abfahrt. Diesmal war es weit ruhiger im Bus! Die meisten waren sehr erschöpft und versuchten zu schlafen, was diesmal weit besser gelang. Nach einer kurzen "Pinkel- u. Rauchpause" ging plötzlich auf der Autobahn gar nichts mehr und wir wurden von der Feuerwehr auf der Autobahn angehalten, da die Autobahn nach einem Unfall gesperrt wurde, weil der Notarzthubschrauber landen musste.
Eine Pause von 1 Stunde auf der Autobahn, war vor allem für unsere Jugend eine spannende Abwechslung und immerhin, wer hat schon die Möglichkeit mitten auf einer deutschen Autobahn spazieren zu gehen oder eine Zigarette zu rauchen (da natürlich nicht die Jungend!)?

Wir schafften es dann doch noch am selben Tag unsere Heimat zu erreichen, denn der Rest der Fahrt war ohne weitere Zwischenfälle und auch unsere Raucher verzichteten angesichts der "Zusatzpause" auf eine weitere Pause.
Vor dem Musikheim angekommen wurden noch alle Instrumente und Hilfmittel im Musikheim verstaut und dann verabschiedeten wir uns alle!

 

Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an unseren Obmann Josef Habersak für die Vorbereitung und Organisation dieser Reise, an unseren Dirigenten Richard Hirschler, der uns durch seine Hartnäckigkeit beim Proben zu diesen musikalischen Leistungen gebracht hat, sowie an unsere Freunde aus Langenau für die liebevolle Betreuung!

Danke aber auch an alle Helfer, die für das Gelingen dieser Reise beigetragen haben! Angefangen von der Vorbereitungsreise nach Langenau, über die Jugendbetreuerinnen, die 3 Aushilfen an den Trompeten/Flügelhörnern , den Vetretern der Stadgemeinde Neufeld/L. bis hin zum Buslenker Christian, der uns gut hin- und zurückgebracht hat!
Danke auch an den ehemaligen Obmann Herbert Smetaczek - er war es, der die Freundschaft zum MV Langenau aufrecht erhalten und wiederbelebt hat!
Und last but not least: Danke natürlich auch an alle MusikerInnen - ohne euch wäre das alles nicht möglich!

 

Natürlich gibts auch hier eine jede Menge Fotos:

1. Tag ... Die Anreise, Stadtbesichtigung in Ulm, Kameradschaftsabend (Hier geht's zu den Fotos des 1. Tages>>>)

2. Tag ...Marsch am Umzug durch Langenau, Dämmerschoppen am Festplatz (Hier geht's zu den Fotos des 2. Tages>>>)

3. Tag ...Konzert im Park, Rückreise (Hier geht's zu den Fotos des 3. Tages>>>)